Augen auf beim Spielzeugkauf

judith 16. Juli 2009

Sicheres und ungiftige Spielzeug erkennen, ist bei der heutigen Vielfalt an Spielwaren nicht gerade einfach. Angesichts der vielen Rückrufaktionen von Spielzeugen namhafter Hersteller, wird die Unsicherheit der Eltern in Punkto sicheres Spielzeug noch zusätzlich geschürt. Eine Rückrufaktion jagt die nächste und das, obwohl viele davon ausgehen, gerade Spielzeug-Riesen würden großen Wert auf schadstoffarmes Spielzeug legen. Heikles Thema und in fast allen Fällen verantwortlich für diese Rückrufaktionen waren Spielzeuge aus Chinaproduktionen.

Aber kein Wunder, dass die in China hergestellten Produkte vermehrt in Verruf geraten, beachtet man doch, dass mittlerweile rund 80 Prozent der Waren auf dem Asiatischen Kontinent gefertigt werden. In China ist die Produktion von Spielwaren besonders günstig, was nicht zuletzt an den unwürdigen Arbeitsbedingungen und den kostengünstigen und nicht unbedingt schadstoffarmen Materialien liegt. Mangelnde Kontrollen lassen dann die Billigprodukte in die deutschen Regale wandern, aber auch namhafte Hersteller werden von diesem Phänomen nicht verschont, wie die Rückrufaktionen zeigen.

Ansehen kann man es den Spielzeugen nicht, dass sie mit schädlichen Materialien behaftet sind, in einigen Fällen ist es jedoch am Geruch auszumachen, dass irgendetwas mit dem Spielzeug nicht stimmen kann. Daher in jedem Fall die Finger von Spielzeugen lassen, die einen beißenden oder unangenehmen Geruch aufweisen. Ansonsten kann man sich beim Spielzeugkauf folgende Punkte zu Herzen nehmen, um vor bösen Überraschungen weitestgehend verschont zu bleiben.

Bei der Auswahl des richtigen Spielzeuges sollten Sie auf der Verpackung Ausschau nach dem Herstellerland machen. Bevorzugen Sie Spielwaren aus der Europäischen Union oder besser noch, Spielzeuge, die in Deutschland hergestellt wurde. Von Billigprodukten sollten Eltern lieber die Finger lassen, denn hier ist die Gefahr besonders groß, dass diese Spielwaren gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthalten. Vorsicht ist aber auch bei Spielwaren aus den 60er und 70er Jahren geboten. Auch, wenn diese zum Teil noch gut erhalten sind, sollten sie diese lieber dem Müll zukommen lassen, denn zur Zeit ihrer Herstellung war vieles, was heute verboten ist, noch erlaubt und demnach nach heutigem Stand gesundheitsschädlich.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des zukünftigen Kinderspielzeuges bieten auch die eigenen Sinne. Nehmen sie vor dem Kauf die Spielsachen in die Hand und tasten sie nach scharfen Kanten. Testen sie auch auf die Haltbarkeit, indem sie an den verschiedenen Elementen ziehen oder drehen, ein Ablösen oder Lockern darf nicht erkennbar sein. Prüfen Sie das favorisierte Spielzeug nicht nur mit den Händen, riechen Sie daran oder halten sich lautstarkes Spielmaterial dicht ans Ohr. Unangenehme Gerüche oder extrem laute Geräusche? Dann lieber die Finger davon lassen, zum Schutz ihrer Kinder!

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