Lieber ins Internet, als zum Spielen
judith 5. Juli 2009
Internet und Co. werden in der heutigen Zeit immer wichtiger und sind aus den meisten Haushalten kaum noch wegzudenken. Informationen, Shopping, oder einfach Unterhaltung sind an keine Tages- und Nachtzeit gebunden - dank moderner Technik alles kein Problem. Oder doch? Sicherlich ist der Umgang mit den neuen Medien auch aus den Schulen nicht mehr wegzudenken, kaum ein Kind wird in Zukunft ohne diese technischen Rafinessen auskommen. Auf den ersten Blick sieht das zwar alles ganz toll aus, doch entpuppt sich das Unterfangen Hightech immer öfter auch zu einer neuen, potenziellen Gefahrenquelle.
Computerspiele die lauernde Gefahr
Kindern sollte die Möglichkeit gegeben werden, ab einem gewissen Alter, einen Teil ihrer Zeit vor dem Computer, bzw. Internet zu verbringen. Allerdings in begrenztem Maße und dem jeweiligen Alter entsprechend! Für kleine Kinder ist es wesentlich wichtiger, ihre Umwelt auf herkömmlichem Wege kennen zu lernen und zwar durch Spielen! Ob alleine oder mit anderen Spielgefährten hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab, ein Kind via Computerspielen zu beschäftigen, davon sei dringend abzuraten. Spätestens, wenn die Schulzeit näher rückt, kann der Umgang mit dem PC jedoch sinnvoll sein. So genannte Lernspiele fördern auf spielerische Art und Weise die Neugierde und geben wertvolle Erfahrungen für den Schulunterricht mit. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass die Altersangaben auf den Spielen mit dem Alter ihrer Kinder konform ist und sie nicht zu lange diesem Medium ausgeliefert sind. Auch dürfen soziale Kontakte und das “richtige” Spielen nicht vernachlässigt werden. Für den sicheren Besuch des Internets haben sich kindersichere Zugänge bewährt, allerdings sollten Eltern dennoch hin und wieder einen Blick auf die besuchten Seiten ihrer Sprösslinge werfen.
Die Folgen
In der Vergangenheit waren die Medien gespickt von Amokläufen an Schulen. Die Gründe sahen Experten zumeist in dem unkontrollierten Konsum von Internet und Computerspielen, in Verbindung mit so genannten Gewaltspielen. Dank der Technik werden diese immer lebensnaher und der Drang, solche “gespielten” Erlebnisse in der Realität auszuprobieren immer größer. Leider sind den Eltern bei der Verbreitung solcher Pc-Spiele, insbesondere bei größeren Kindern und Jugendlichen, die Hände gebunden. Es liegt in der Hand des Gesetzgebers, dieses Manko auszumerzen und auch den Einzelhandel mit einem Jugendverboten für Gewaltspiele mit einzubeziehen. Denn leider wird immer wieder beobachtete, dass auch Kinder und Jugendliche Spiele erstehen können, die für ihr Alter nicht zugelassen sind. Zu lasche Kontrollen bei den Käufern sind bei einer Umsetzung solcher Gesetze nicht besonders förderlich und die Verantwortung wird wieder an die Eltern weitergereicht.
Vorbeugung
Sicherlich gibt es keine Patentlösung. Aufklärende Gespräche mit dem Nachwuchs, um Kinder vor schädlichen Einflüssen von Internet und PC Spielen zu schützen, bieten eine gute Alternative zu Verboten. Der PC Konsum sollte zudem auf ein Minimum beschränkt werden und die Altersangaben auf PC Spielen strikt eingehalten werden.
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